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SOZIALE MEDIEN
ADRESSE Sandackerweg 6 4704 Niederbipp
KONTAKT Mail: nadja.kessler@bluewin.ch Tel: 079 398 59 78
© Rennstall Kessler, 2020
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RENOVATIONS-MARATHON

Als die Eltern von Markus 2016 ins Altersheim zogen, konnten wir deren Bauernhof übernehmen. Das Haus inkl. Stall und Scheune steht in Niederbipp, gleich 500 m von Markus und Ursi entfernt. Das Wohnhaus war in einem guten Grundzustand, einzig das Bad musste renoviert werden und alles brauchte frische Farben. Der Stall musste vom Kuhstall in einen Pferdestall umgebaut werden und die Scheune brauchte eine komplette Renovation. Die Familie Kessler/Gerber hat schon diverse Bau- /Umbauprojekte erfolgreich abgeschlossen und hat mit dem Bauernhaus an der Holzhäusernstrasse nun die bisher grösste Renovation vor sich. Am 23. Januar 2016 war der Startschuss für die anstrengende Bauphase. Es waren immer gleich mehrere Abschnitte in Arbeit und jeder packte mit an. Ursi und Tanja widmeten sich der kompletten Entrümpelung des Wohnhauses während Nadja und Jessica zusammen mit den Männern in der Scheune anpackten. Auch dort musste zuerst mal alles ausgeräumt und mehrheitlich entsorgt werden. Danach gings ans Eingemachte. Aus diversen Gründen hat die Aussenmauer der Scheune nachgeben und drohte unter dem Gewicht von Heuboden und Dach einzustürzen. Unser erstes Ziel war also, diese Mauer zu retten und gleichzeitig auch den Heuboden zu erneuern, damit wir nun mit Rundballen und nicht mehr mit Kleinballen arbeiten konnten. Gesagt, getan. Während Jessica mit Grosvati im unteren Bereich Mauern rausschlug und Betonböden rausspitze machten sich Markus mit Nadja und Mark an den Rückbau des Heubodens. Tonnenweise alte Bretter und Balken wurden entfernt und auf den Pick-up geladen, um sie am nächsten Tag gleich zu entsorgen. Nach einer Woche war nur noch das Gerüst des Heubodens vorhanden und man konnte mit dem Vermessen und Bestellen des neuen Holzes beginnen. Während das neue Holz gerüstet wurde, haben wir ein automatisches Garagentor eingebaut, das übriggebliebene Balkengerüst in der Scheune entfernt, Teppiche im Wohnhaus rausgerissen und schon die ersten Wände gestrichen. Einige Tage später kam die erste grosse Holzlieferung. Noch am selben Tag stand schon das neue Grundgerüst für den Heuboden. Balken um Balken wurde montiert und schon bald konnte das einsturzgefährdete Scheunendach auf dem neuen Heuboden abgestützt werden. Die Bodenplatten wurden ebenfalls verlegt und festgetackert. Aus dem ehemaligen Estrich entstand ein wunderschöner Fitnessraum, das Badezimmer wurde auf Vordermann gebracht und im Büro gabs einen neuen Laminatboden. Im ganzen Haus wurden neue, helle Lampen montiert und natürlich sowohl innen, wie auch aussen alles frisch gestrichen. Nebst dem Umbau wurden selbstverständlich die Rennpferde weitertrainiert und alle arbeiteten ganztags weiter. So war also um 5.00 Uhr Abritt im Stall angesagt. Nach der Arbeit wurden sofort die Baukleider angezogen und auf der Baustelle weitergearbeitet. Das Znacht hat Ursi immer schon vorbereitet und wurde natürlich standesgemäss direkt auf der Baustelle gegessen. So ca. um 23.00 Uhr war dann jeweils Feierabend. Am Wochenende war immer Hochbetrieb bei uns auf dem Bau. Grosi und Ursi sorgten für die Verpflegung und die Baureinigung während die Anderen dort zur Hand gingen, wo sie gerade gebraucht wurden. Bereits im September war das Wohnhaus einzugsbereit und die Scheune fertig umgebaut. Als nächstes war der Stall dran. Im ehemaligen Kuhstall musste die Decke herausgerissen werden, da diese viel zu tief für Pferde war. Beim Entfernen der Platten gabs nicht nur materialtechnische Verluste, sondern auch regelmässige Sägemehlduschen für Nadja, Mark und Jessica, welches dazumal als Isolation diente. Die betonierte Futterraufe für die Kühe und der aufbetonierte Boden wurde herausgespitzt, neue Türöffnungen für die Ausläufe der Pferde wurden herausgebrochen und die ehemalige Futterküche der Schweine wurde zur Sattelkammer umfunktioniert. Am 25. Oktober durften dann auch Marvin und Simpeli in ihr neues Zuhause umziehen. Nach 10 Monaten war alles so gut wie fertig. Es war eine wahnsinnig strenge, aber auch eine unvergesslich schöne Zeit. Wieder einmal durften wir feststellen, dass man mit Fleiss und Zusammenhalt alles schaffen kann. Wir sind allen unglaublich dankbar, die uns in diesen strengen Monaten unterstützt haben. Die Renovation in Bildern
Rennstall Kessler