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PASADENO

30.04.2007 - 21.09.2015 Pentire - Pradilla Im Frühjahr 2011 bekam Markus einen Anruf von seinem langjährigen Trainerkollegen. Dieser berichtete, dass er ein Rennpferd hätte, das perfekt zu der Familie Kessler passen würde. Sein jetziger Besitzer wolle für seine Pferde für ganz ganz kleines Geld neue Plätze suchen – aber nur, wenn sie es dort wirklich gut haben. Eigentlich wollte Markus keine aktiven Rennpferde mehr trainieren, hörte sich die Beschreibung von Pasi aber trotzdem an. Diese musste wohl so gut sein, dass wir noch am selben Wochenende hinfuhren und den kleinen Braunen anzuschauen. Wenn es etwas wie "Liebe auf den ersten Blick" gibt, so war es das, was damals zwischen Markus und Pasi passiert ist. Der Fall war klar und die Familie Kessler ist sofort nach Hause gefahren, um alles für den Neuankömmling vorzubereiten. Einige Tage später ist Pasi in sein neues Heim eingezogen und Markus hat mit Feuereifer begonnen, seinen neuen Schützling zu trainieren. Da Pasi zu dieser Zeit das einzige aktive Rennpferd im Stall Kessler war, musste er oft alleine trainieren. Das hat Pasi aber überhaupt nicht gestört. Für ihn war das Wichtigste, dass er trainieren konnte, denn er war Rennpferd durch und durch. Er brannte immer richtig auf die Rennen und konnte es jeweils kaum erwarten, bis es endlich losging. Im Führring musste man ihn immer zu zweit führen und um ihn in Aarau vom Führring auf die Bahn zu bringen, musste man ihn jeweils mit vereinten Kräften bremsen. Beim Aufgalopp vor den Zuschauern hat er immer gepullt und eine Show abgezogen, doch sobald er auf der Gegenseite ausser Sichtweite des Publikums war, entspannte er sich und galoppierte locker weiter zum Start. Im Rennen wusste er immer genau, was zu tun war. Am 09.09.2012 schaffte Pasi dann das, was sich die Familie Kessler nicht mal zu träumen gewagt hätte. Pasi gewann mit seinem Lieblingsreiter Raphael Lingg in Aarau ein Rennen. Das war der erste Sieg der Kessler-Farben seit 12 Jahren! Ein unvergesslicher Tag für die Familie Kessler und die Bestätigung, dass man auch als kleiner Besitzer-Trainer noch immer Chancen auf einen Sieg hat. Was für die Familie aber fast das Schönste war: Der Vorbesitzer von Pasi gehörte zu den ersten Gratulaten, welcher sich mit Freudentränen in den Augen über den Sieg von Pasi freute. Solche Geschichten schreibt nur der Rennsport! Drei Jahre später war Pasi Nadja's Lizenzpferd. Er hat seine Aufgabe damals etwas zu ernst genommen und hat allen Anwesenden gleich vorgeführt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Auch Nadja's Sattelfestigkeit und ihre Kraft hat er gleich mal unter Beweis gestellt. Trotz allem hat Nadja die Amateurrennreiter-Lizenz mit Bravour bestanden. Solchen Muskelkater wie sie am darauffolgenden Tag hatte, hatte sie wohl noch nie. Leider hatte Pasi immer wieder mit Koliken zu kämpfen. Dies hat ihn öfters zu längeren Trainingspausen gezwungen und der Familie Kessler zahlreiche schlaflose Nächte bereitet. Auch im Tierspital konnte man die Ursache für die häufigen Koliken nicht herausfinden und so musste sich die Familie Kessler im September 2015 für immer von Pasi verabschieden. Pasi hatte einen wahnsinnig speziellen Charakter und hat sich seine Leute immer genau ausgesucht. Mit Markus hat er aber immer eine spezielle Verbindung und die beiden haben sich blind verstanden. Rückblickend gesehen, ist Pasi der Grund, weshalb die Familie Kessler wieder so aktiv im Rennsport ist. Seine Geschichte wird noch heute gern erzählt und Pasi hat für immer einen Platz im Herzen der Familie Kessler.
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