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ADRESSE Sandackerweg 6 4704 Niederbipp
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© Rennstall Kessler, 2020
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BENJAMIN

09.09.1989 – 30.04.2019 Der kleine Benu war das Hochzeitsgeschenk vom Markus an Ursi, als die beiden 1990 geheiratet haben. Schon damals hat er mit seinem lustigen Wesen alle zum Lachen gebracht. Er ist als Jährling ins neue Haus in Niederbipp eingezogen und hat dort viele Jahre lang mit Kumpel Milu und den Zwergziegen gelebt. Gerne werden Geschichten von früher erzählt, von dem Seich, den Benu immer angestellt hat. Unvergessen ist zum Beispiel die Geschichte vom Schwingfest, als Benu mit seinem Kumpel Milreaf zusammen eigentlich den Wagen mit dem Bier ziehen sollte. Nur hatte klein Benu darauf so gar keine Lust. Er liess sich immer schön zurückfallen, sodass sein Kamerade die ganze Arbeit selber machen musste. Markus Anweisungen ignorierte er so lange, bis dieser mal etwas strenger intervenieren musste. Von da ist Benu marschiert wie eine Nähmaschine und hat den Wagen ganz alleine gezogen. Er hat offenbar einen so guten Eindruck hinterlassen, dass Markus gar ein Kaufangebot bekommen hatte. Natürlich hat er abgelehnt, denn Benu würde bis an sein Lebensende bei der Familie Kessler bleiben. Als Jessica und Nadja 2005 bei den Ponytrabrennen einstiegen, begann auch Benu's sportliche Karriere. Er wurde also mit 16 Jahren wieder eingespannt. Markus übernahm selbstverständlich die erste Fahrt nach etlichen Jahren Pause. "Ach, das klappt schon. Der weiss schon noch wie das geht.", waren seine Worte und schon war er mit Benu unfreiwillig kreuz und quer über Felder und Wege unterwegs. Nach einiger Zeit sah Benu aber ein, dass etwas Kooperation doch angenehmer war und so hat er auch das Probetraining mit Jessica mit Bravour bestanden. Die grösste Herausforderung an der Rennen war jeweils, Benu anzuspannen. Er konnte (und wollte) partout nicht stehen bleiben und produzierte regelmässig blaue Zehen bei seinen Betreuern. Es brauchte jeweils mindestens drei Leute, damit man ihn einigermassen speditiv bereit machen konnte. Benu's Kampfgeist in Rennen war dafür unvergleichlich. Auch wenn er mit seinen kurzen krummen Beinen nicht der Schnellste war, er hat immer alles gegeben. Im Herzen war er ein grosses Rennpferd und so hat er sich auch präsentiert. Benu war der absolute Publikumsliebling und hatte deshalb ab und zu Spezial-Aufträge. Bei der Präsentation der Meisterschaftsfahrer war er jeweils das Taxi von Speaker Lupo und wusste da jeweils ganz genau, was seine Aufgabe war. 2012 wurde Benu bei seiner letzen Lupo-Taxifahrt in Aarau in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Fortan hatte er die wichtige Aufgabe des Begleitponys für die Galopper. Diese Aufgabe nahm er sehr ernst und konnte es jeweils kaum abwarten, bis er wieder auf seinem geliebten Rennplatz war. Als Benu dann älter und seine Zähne schlechter wurden, zog er nachts jeweils vom gemeinsamen Unterstand mit den anderen Ponys in seine eigene Box bei den Rennpferden. So hatte er genügend Zeit um zu fressen und sich auszuruhen. Tagsüber konnte er dann selber entscheiden ob er zu den anderen auf den Allwetterplatz wollte oder lieber im Garten den Rasen pflegte. Dort blieb es dann aber meist nicht nur beim grasen. Regelmässig musste Ursi ihre Planzen oder die Wäsche vor Benu in Sicherheit bringen. Wenn man im Garten ein Eis essen wollte musste man damit rechnen, dass Benu auch etwas davon abhaben wollte. Dafür kam er gerne auch bis ins Gartenhäuschen, wenn man das Eis nicht von selbst herausrücken wollte. Im Alter von knapp 30 Jahren mussten wir Benu aufgrund einer Kolik für immer auf Wiedersehen sagen. Er wird aber immer in den Herzen seiner Familie und seiner Fans weiterleben. Der Ponyrennclub Schweiz hat 2017 einen Videobericht über Benu gemacht:
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